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Forschen im Museum


Die Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) ist ab dem Schuljahr 2014/15 ein fixer Bestandteil der neuen Reifeprüfung in den Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS). Alle Maturantinnen und Maturanten schreiben, ausgehend von einer Fragestellung,  zu einem Thema ihrer Wahl eine Arbeit im Umfang von 40.000 bis 60.000 Zeichen. Sie sollen damit Basiskenntnisse im selbstständigen und wissenschaftlichen Arbeiten unter Beweis stellen. Im Rahmen der Reifeprüfung wird die Arbeit präsentiert.

Die Museen in Stadt und Land Salzburg können in diesem Zusammenhang für viele Schüler/innen mit (kunst-)historischem oder naturwissenschaftlichem Interesse spannende Orte des Forschens und Recherchierens sein.


Haus der Natur - Museumspädagogik

Vorwissenschaftliches Arbeiten im Haus der Natur

Zum Recherchieren für die vorwissenschaftlichen Arbeiten im Haus der Natur eignen sich besonders folgende Bereiche:
Dinosaurier, Aquarium, Tierwelt Europas, Dopplerschau, Weltraum (Wiedereröffnung voraussichtlich Nov. 2014), Lebensader Salzach, Reptilienzoo, Der Mensch, Insekten, Sonderschau Wale (bis Okt. 2015).
Weiters kann durch eigenständiges und spielerisches Experimentieren im Science Center zu den Themen Mechanik, Aerodynamik, Mathematik, Körper und Fitness, Schall und Akustik, Energie und Heben theoretisches Wissen erweitert und vertieft werden.
Vor allem aber bietet das selbstbestimmte, forschende Lernen im Science Center den SchülerInnen die Möglichkeit, theoretische Hintergründe in ihren Arbeiten anhand konkreter Anwendungsbeispiele anschualich zu erläutern, was wiederum zum besseren Verständnis der jeweiligen Thematik führen kann.
Die SchülerInnen bekommen die Gelegenheit, das Museum kostenlos zu erforschen und selbstständig Informationen zu ihren jeweiligen Themen zu gewinnen. Dazu wird um Anmeldung mit Angabe des gewünschten Besuchstermins und einer kurzen Schilderung über den geplanten Inhalt der Arbeit.
Die Inhalte der Ausstellungen und des Science Centers können gerne zu Recherchezwecken benutzt werden und wir können vereinzelt versuchen, bei Spezialfragen behilflich zu sein. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir darüber hinaus nicht für die Betreuung der Arbeiten zur Verfügung stehen können und die SchülerInnen in solchen Fällen an ihre BetreuungslehrerInnen verweisen werden.


Haus der Natur - Museum für Natur und Technik

Museumspädagogik

5020 Salzburg · Österreich
Tel.: +43 (0)662 842653 - 3201
E-Mail: paedagogik@hausdernatur.at


Hochkönig Bergbaumuseum und Schaustollen

Zum Recherchieren für die vorwissenschaftlichen Arbeiten im Hochkönig Bergbaumuseum und Schaustollen eignen sich besonders folgende Bereiche:

Prähistorischer Bergbau - 2000 bis ca. 800 v. Chr.(Woher und warum kamen die Bergleute (Phönizier bis Kelten); Tagebau - Erzgewinnung/Erzabbau – Techniken – Gefahren; Tiefbau - Erzgewinnung/Erzabbau – Techniken – Gefahren; Erzaufbereitung – Zerkleinerung, Zermahlung; Schmelztechnik – Schritte, Ergebnisse; Transport – Handelswege Europaweit – Abnehmer; Verarbeitung – Legierungen – Eigenschaften; Siedlungsgebiet - Lebensgewohnheiten – Krankheiten

Neuzeitlicher Bergbau in Mühlbach ab 1826 bis 1977
Tiefbau - Erzgewinnung/Erzabbau – Techniken – Gefahren und gesundh. Probleme; Erztransport – Maschinen, Förderwägen; Erzaufbereitung – Zerkleinerung bis zur Flotation; Rohstoff Kupfer – Techniken der Erzeugung – Schmelz-, Elektrolyseverfahren; Sprengmittel und Sprengtechnik; Soziales Umfeld, Wohnsituation im 19. und 20. Jahrhundert; Mangelerscheinungen / Krankheiten; Hierarchien im Bergbau und gesellschaftliche Stellung des Bergmannes; Rekrutierung von Bergleuten aus Polen, Tschechien, Südtirol; Bergbauheilige, Feste und Brauchtum (Ledersprung, Musik, Holzmusik); Stromversorgung, Kraftwerke; Entwicklung der Infrastruktur durch den Bergbau; Lichttechnik im Bergbau - vom Kienspan bis zur Akku-Lampe; Frau im Bergbau; Umweltauswirkungen des Bergbaues

Ortsgeschichte
Leben im Hochgebirge von der Zeit Kelten bis in die Jetztzeit; Entwicklung des Ortes; Glaube und Aberglaube in abgelegenen Orten; Schulwesen; Tourismus und Sport (erster Lift in Mühlbach am Arthurhaus, Springerzentrum); Größte Verbrechen/Unglücke im Ort; Landwirtschaft

Museum
Werbekonzept; Technik im Museum; Museum als Begegnungszone

Quellen
- Experten vor Ort
- indiv. Führungen Museum, Stollen
- Exponate und Repliken
- Bildliche Quellen: Bilder, Pläne, Zeichnungen
- Schriftliche Quellen: Gemeindeverwaltung (Protokolle ab 1880), schriftliche Überlieferungen
- Sekundärliteratur: Chronik Mühlbach, 5000 Jahre Bergbau, Bücher über Bergbau aus Privatbestand – Agricola, Bergbau im Pongau etc.,  Überleben oder Aussterben des Ehrenamtes

 

Ansprechpersonen im Museum:
Heinz und Regina Gottfried

Kontaktdaten
Bergbau- und Heimatmuseumsverein, 5505 Mühlbach am Hochkönig, Tel. 0664/920 76 32, heinz.gottfried@aon.at

www.bergbau-museum-sbg.at


Keltenmuseum Hallein - Vermittlung

Themen für vorwissenschaftliche Arbeiten

Im Keltenmuseum Hallein sind viele Themen für unterschiedlichste Interessensgebiete zu finden. Mit etwas historischem Interesse kann man hier in die Welt der Kelten und ab November 2014 in die ganze Urgeschichte im Land Salzburg eintauchen. Die individuelle Themenwahl unterstützt das Team des Keltenmuseum Hallein durch eigenes Fachwissen oder die Herstellung von Kontakten zu unterschiedlichen Wissenschaftler/innen mit Spezialkenntnissen.

Kunst und Kultur der Kelten am Dürrnberg

Eisenzeitlicher Alltag am Dürrnberg

  • Wie bestritten die Kelten am Dürrnberg ihren Alltag? Sich in diese Fragestellung hineinzudenken erfordert einiges an detailliertem Wissen über archäologische Funde, anthropologische Auswertungen und historische Zusammenhänge.
  • Es besteht die Möglichkeit zur unterschiedlichen Gewichtung der Fragestellung je nach Interesse auf einen Schwerpunkt: Anthropologie/Biologie, Archäologische Methoden, Archäologische Funde, Alte DNA, Archäozoologie, Holzbauweise, Rekonstruktionszeichnungen/Graphiken
  • Einführungsveranstaltungen: Knochenlabor, Führung im Keltenmuseum Hallein und im Keltendorf

Restaurierung von Fundobjekten

  • Restaurierung erfordert nicht nur Fingerfertigkeit und handwerkliches Geschick, sondern auch eingehende Kenntnis chemischer Vorgänge. Dieses Thema eignet sich besonders gut zur Verbindung von historischen und chemischen Interessensschwerpunkten. Denn damit etwas wieder ganz wird, muss man viel über das Fundobjekt wissen und gleichzeitig aufpassen, dass den wertvollen archäologischen Funden nichts passiert. Gehe den Aufgaben und Fragestellungen der modernen Restaurierung nach und entdecke, dass Restaurieren mehr ist als Töpfe zusammen kleben.
  • Einführungsveranstaltung: Workshop im Keltenmuseum Hallein mit Schwerpunkt Material und Restaurierung

 Urgeschichte im Land Salzburg

Mensch und Umwelt

  • Wie formt der Mensch seine Umwelt und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Erforsche die Ursachen des Klimawandels ausgehend von der Urgeschichte im Land Salzburg; Gegenüberstellung urgeschichtlicher Entwicklungen mit Ursachen und Prognosen des aktuellen Klimawandels
  • Verbindung von Geographie und Archäologie
  • Einführungsveranstaltung: Führung durch die Sonderausstellung „Zeitensprünge/Ursprünge – Die Urgeschichte im Land Salzburg“ ab November 2014 inkl. Workshop

 Leben und Tod – Bestattungssitten im Wandel der Zeit

  • Im Laufe der Zeit verändert sich der Umgang mit dem Tod. Gehe der Frage nach, was die Art der Bestattung über das Leben des Toten und die religiösen Vorstellungen aussagen kann und vergleiche mit aktuellen Sitten und Religionen. In der Dauerausstellung sind viele Hinweise über Bestattungssitten am Dürrnberg zu finden und in der Sonderausstellung finden sich Beispiele zur Entwicklung seit der Steinzeit.
  • Verbindung von Archäologie und Religion
  • Einführungsveranstaltung: Führung durch die Dauer- und Sonderausstellung und Workshop „Knochenlabor“


Keltenmuseum - Vermittlung
Ansprechperson: Dr. Barbara Tober

Pflegerplatz 5
5400 Hallein · Österreich
Tel.: +43 (0)6245 80783-20
E-Mail: b.tober@keltenmuseum.at

www.keltenmuseum.at


Museum im Einlegerhaus, Obertrum

Zum Recherchieren für die vorwissenschaftlichen Arbeiten im Museum Einlegerhaus eignen sich besonders folgende Bereiche:
 

Regionales Handwerk
Entwicklung der Gebrauchskeramik, Flachsverarbeitung und Weberei

Regionale Lebensweisen
Ortsgeschichte von Obertrum im 20. Jahrhundert

 

Ansprechpersonen im Museum:
Obmann und Kustos Alfred Huemer: Tel. 0676 7256374

 
Kontaktdaten:
Alfred Huemer 0676 / 7256374 

Museum im Fürstenstöckl, Ebenau

Zum Recherchieren für die vorwissenschaftlichen Arbeiten im Museum im Fürstenstöckl eignen sich besonders folgende Bereiche:

- Messingerzeugung
- Holzkohlenerzeugung
- Waffenschmiede der Gebr.Klett
- Lebenssituation nach Schließung des Werks 1885
- Geschichte der Prangerstutzenschützen

 

Quellen
- Ortschronik (825 Jahre Ebenau)
- Diss. über Eisen und Messingwerk in Ebenau
- über 1.200 archivierte Sterbebilder aus der Region ab ca. 1885
- Feldpostkarten aus 1. Weltkrieg

 

Ansprechpersonen im Museum:
Wilhelm Leitner, Kustos des Museums
 

Kontaktdaten
Messingstrasse 31, 5323 Ebenau, w.leitner.ebenau@sbg.at


Museum Schloss Ritzen

Zum Recherchieren für die vorwissenschaftlichen Arbeiten im Museum Schloss Ritzen eignen sich besonders folgende Bereiche:

- Villa rustica/römische Besiedlung
- Leben in der Urgeschichte (Bestattungsriten, Handel, metallverarbeitende Techniken, Religion)
- Leben in Kriegszeiten (Franzosenkriege, 1. und 2. Weltkrieg)
- Sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Wandel im Laufe der Jahrhunderte
- Technische Errungenschaften
- Biografien und Persönlichkeiten (Politik, Gesellschaft, Sport, Kunst)
- Entwicklungen in der Landwirtschaft
- Gastronomie und Tourismus
- Migration

 

Quellen
Bürgerbuch der Gemeinde Saalfelden
- Feldpostkarten 1. und 2. Weltkrieg
- Bildliche Quellen von Saalfelden (Postkarten, Pläne,...)
- Schriftliche Quellen (Gemeindeakten, Briefe, Urkunden,...)
- Exponate (römische Abteilung, Urgeschichte, Wallfahrt, bäuerliche Lebenswelt, Handwerk, barocke Volksfrömmigkeit)

 

Ansprechpersonen im Museum:
Andrea Dillinger, Kustodin Museum Schloss Ritzen

Kontaktdaten
Museum Schloss Ritzen, Museumsplatz 1, 5760 Saalfelden, dillinger@sbg.at



Salzburg Museum - Ort des Forschens

Das Salzburg Museum versteht sich – neben den Aufgaben des Bewahrens, Sammelns und Ausstellens – als  Ort des Forschens und hat es sich zum Ziel gemacht, SchülerInnen für historische und kulturhistorische Fragestellungen und forschendes Lernen zu sensibilisieren. Folgende Themengebiete können u.a. – je nach individuellem Interesse – für eine vorwissenschaftliche Arbeit abgedeckt werden:


Zeitgeschichtliche Themen, z.B. Jugend im Ersten Weltkrieg, Schwerpunkt Salzburg (mit entsprechendem Fokus auf historische, kulturhistorische, soziologische Fragestellungen)
Historische Themen, z.B. Salzburger Emigration (Protestantenvertreibung in Salzburg)
Kulturhistorische Themen, z.B. Festkultur zur Zeit des Barock, Schwerpunkt Salzburg
Kunsthistorische Themen, z.B. Der Maler Carl Spitzweg (moderner Karikaturist?)
Museumsforschung, z.B. Vorwissenschaftliche Arbeit über das Salzburg Museum (Geschichte, Forschungsschwerpunkte, Ausstellungswesen)

Ressourcen, die das Museum zur Verfügung stellt:

  • Beratungsgespräche
  • Nutzung der Museumsbibliothek
  • Freier Eintritt in das Museum
  • Sammlungsobjekte zu jeweiligen Themen, Quellen

Workshop-Angebote zum Einstieg in das forschende Lernen:
Das Geschichtslabor im Salzburg Museum: Workshop, bei dem die SchülerInnen mit unterschiedlichen Quellen arbeiten, Biografien selbst recherchieren, Ergebnisse zusammentragen und präsentieren.
Weitere Infos dazu zum Geschichtslabor unter:

www.salzburgmuseum.at


Ansprechpartner und Information:

Dr. Renate Wonisch-Langenfelder
renate.wonisch-langenfelder@salzburgmuseum.at
Tel.: +43-662-62 08 08-722
Mobil: +43-664-41 00 993

Dr. Esra Ipek-Kraiger
esra.ipek-kraiger@salzburgmuseum.at
Tel.: +43-662-62 08 08-723

Sandra Kobel, M.A.
sandra.kobel@salzburgmuseum.at
Tel.: +43-662-62 08 08-722


Salzburger Freilichtmuseum – Ländliche Alltagskultur

Die Themenbereiche im Salzburger Freilichtmuseum zu einer vorwissenschaftlichen Arbeit sind äußerst vielfältig. Es sind kulturgeschichtliche, soziologische, wirtschaftliche aber auch ökologische Fragestellungen möglich.

Hier ein kurzer Überblick:

Historischen Bauweisen und das bäuerliche Wohnen im Wandel der Zeit
Ständerbau-Blockbau-Mauerbau,  Dachkonstruktionen, Von der Rauchstube zum Wohnzimmer …

Alltagsgeschichtliche Themenbereiche:
Leben der Frauen, Kinder oder Dienstboten, Rollenverteilung im Alltag, Altersversorgung,  Leben auf der Alm, Leben ohne Elektrizität, von der offenen Feuerstelle zum Induktionsherd – Kochtechniken im Wandel der Zeit, Lebensmittelkonservierung ohne Gefriertruhe, Selbstversorgerwirtschaft, soziale Randgruppen, Volksfrömmigkeit - Volksglaube, Hygiene, Kleidung…

Wirtschaftliche Themen, kulturgeschichtlich betrachtet:
Mechanisierungsentwicklung der Landwirtschaft, Almwirtschaft im Wandel der Zeit, ländliches Handwerk…

Ökologische Themen:
Natürliche Lebensräume im Freilichtmuseum, Streuwiesen, Schmetterlinge im Museumsbereich…

Museumsarbeit/Museologie
Wie weit kann man Geschichte in einem Freilichtmuseum real darstellen … „War es wirklich so?“ oder „Freilichtmuseen auf der Gratwanderung zwischen Geschichtsvermittlung und Folklorismus“.

Natürlich kann man sich auch dem Bereich „Sammeln und Bewahren in einem Freilichtmuseum“ widmen.

Für die Recherchen steht unsere Fachbibliothek nach Terminvereinbarung zur Verfügung. Gerne sind wir auch bei der Konkretisierung des Themas und der Auswahl der Literatur behilflich. Unsere Themenbereiche lassen sich auch sehr gut mit Oral History verbinden.

KONTAKT:
Mag. Monika Brunner-Gaurek
Wissenschaftliche Dokumentation
Kulturvermittlung

SALZBURGER FREILICHTMUSEUM
Hasenweg 1, 5084 Großgmain

Tel: +43 662 850011-14, Fax: DW-9

monika.brunner@freilichtmuseum.com

www.freilichtmuseum.com